Film-Review: Der Vorleser

Mrz 09 Allgemein8

Heute hab ich mal ein etwas anderes Thema für euch… ich schreibe nun sehr sehr selten Reviews zu gesehenen Filmen…unteranderem weil es mir irgendwie immer sehr schwer fällt alles richtig auszudrücken :neutral_pc:.

Ich liebe Filme…und wir besitzen ne Millionen unglaublich viele DVDs (mitlerweile auch einige BlueRays) und gehen auch super gerne ins Kino. Gerne schaue ich Filme vorallem in Originalton…je nach Thema aber auch in Deutsch.

Und gerade bei Filmen die mich sehr bewegen und beschäftigen und für mich damit auch die besten sind, fällt es mir schwer das auszudrücken….aber ich versuche es heute mal.

HINWEIS: da es da draußen viele Menschen gibt die diesen Film noch nicht gesehen habe, habe ich bewusst auf eine Zusammenfassung der Geschicht verzichtet. Diese kann eh überall nachgelesen werden :wink_bc: … mir ging es vorallem um meinen Eindruck und Empfindungen!

Wir haben uns gestern Der Vorleser – The Reader mit Kate Winslet angeschaut. Schon durch die diversen Verleihungen der letzten Monate wurde ich sehr neugierig auf dem Film. Und ich muss sagen….ich bin sehr zwiegespalten.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bernhard Schlink und wird von einer unglaublichen Liebesgeschichte dominiert die trauriger fast nicht sein könnte…diese Geschichte ist so unglaublich das sie mich zu Tränen rührt.

Aber es gibt auch ein Leider….das Leider betrifft die Umsetzung des vorallem geschichtlichen Teils und die Holocaust Bewältigung der Nachkriegsgeneration… dieser Teil der Geschichte kommt einfach schlichtweg zu kurz.

Ich kenne nun das Buch nicht, ich habe es nicht gelesen und eben nur die Wikipediazusammenfassung gelesen. Der Film hält sich zuminest sehr eng an das was dort steht (von diversen engstirnig gesehenen Dingen mal abgesehen)… aber gerade für mich, der gerade Generationskonflike immer sehr interessant findet, schöpft der Film einfach zu wenig aus. Es wird sehr sehr sehr sehr viel Wert auf eine sagenhaft wundervolle Liebesgeschichte gelegt und darüber leider die Geschichte vergessen.

Wäre da zwischendrin nicht die Verhandlung von der Hauptdarstellerin, in der sie aufgrund Ihrer „Taten“ zu lebenslanger Haft verurteilt wird, und das Ende in dem der Hauptdarsteller mit dem Opfer spricht…so würde keiner merken, das es hier eigentlich um eine Nachkriegsgeschichte über mehrere Jahrzehnte geht. Es gibt neben diesen beiden Szenen kaum Anhaltspunkte dafür das sich die beiden Hauptdarsteller mit dem Holocaust und Ihrer persönlichen Verwicklung darin irgendwie auseiandersetzen.
So habe ich gerade in der WikiZusammenfassung viele Indizien über diese Überlegungen finden können, diese wurden aber scheinbar zugunsten der Dramaturgie der Liebesgeschichte nicht in den Film transportiert (z.b. NS-Regime Geschichtsbücher in der Zelle der Hauptdarstellerin, seine Auseinandersetzungen mit Mitmenschen zum Thema NS…etc.)

Gerade am Anfang wurde von den Machern scheinbar mehr Wert auf die sexuelle Entfaltung des Paares und auch deren Darstellung gelegt als auf die historische Interpretation der Geschichte…

Das enttäuscht mich sehr….die Liebesgeschichte ansich finde ich aber gelungen. Zur Hauptdarstellerin kann ich ansich nur sagen…sie hat sich sehr weiterentwickelt, vergleiche ich sie von Ihren Leistungen mit Titanic ist sie sagenhaft gut geworden….körperlich gesehen sah sie damals schöner aus (uhh…ich frage mich seit gestern was diese ganzen Nacktszenen in dem Film zu suchen haben, aber nuja….die Oberweite von Madame Winslet sah zu Titaniczeiten auf jeden Fall ansehnlicher aus :blush_pc:)… Zu dem Jungen Hauptdarsteller kann ich das gleiche wie zu Ralph Fiennes als alten Hauptdarsteller sagen: Gute Leistung…absolut perfekt in jeder Alterssituation.

Für Dramatikliebhaber ist das auf jeden Fall ein sehenswerter Film…für Nachkriegsaufarbeiter und NS-Regime „Liebhaber“….bietet dieser Film aber zu wenig ausbeute…Schade :sneer_lc:

Pink Püppi ★

…ich bin Janine…oder auch PinkPüppi…im echten Leben dann aber meist Ninchen. Ich bin leidenschaftlicher Kosmetikjunkie mit einer Vorliebe für knallige Farben. Nude, und Taupe…find ich langweilig, fad…und zum davonlaufen.

Modekrimskram, Nerdiniges, Gothic, Rockabilly und Tattoos sind Dinge die mich begeistern. Mit meinem Kosmetik Shop Shades of Pink habe ich mich vor kurzem selbstständig gemacht.